Rating-Dimension
Originalitäts-AnalyseWas an einem Text ist belegbar eigene Leistung?
Die Prüfung belegt an konkreten Textstellen, welche Passagen bereits vorher anderswo standen und welche Sachaussagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon publiziert waren. Jeder Punktabzug zeigt auf eine Fundstelle, die Sie selbst öffnen können.
„Text laden“ holt den Fließtext der Seite; Sie können ihn danach bearbeiten. Die Adresse nimmt außerdem die eigene Seite von den Vergleichsquellen aus — ohne sie läuft die Prüfung trotzdem.
Text prüfen
Nur der Fließtext, ohne Navigation und Bildunterschriften. Mindestens 400 Zeichen, höchstens 60000.
Ohne Datum läuft die Prüfung trotzdem. Es lässt sich dann nur nicht bestimmen, welche Quelle die ältere ist, und der Befund wird ausdrücklich ohne Bewertung ausgegeben.
Gemessen wird:
- welcher Anteil des Fließtexts wörtlich mit älteren, auffindbaren Quellen übereinstimmt, ohne dass die Quelle genannt wird
- welche überprüfbaren Sachaussagen vor Erscheinen des Textes bereits belegbar veröffentlicht waren
- wie viele eigene, auflösbare Rechercheartefakte der Text trägt — benannte Primärquellen, eigene Gesprächspartner
Nicht gemessen wird:
- ob ein Text gut, wahr, wichtig oder relevant ist
- ob ein Text mit Hilfe von KI geschrieben wurde
- ob ein Text in den Daten steckt, mit denen ein Sprachmodell trainiert wurde — das ist nicht überprüfbar und wird deshalb nicht behauptet
- ob ein urheberrechtlicher Anspruch besteht — das ist eine juristische Bewertung, keine Messung
Drei Dinge, die getrennt bleiben
Ein Text kann im Wortlaut vollständig eigen und im Inhalt vollständig bekannt sein. Wer das zu einer Zahl verrührt, verdeckt genau den Fall, auf den es ankommt. Deshalb bleiben die Achsen getrennt und werden einzeln ausgewiesen.
Wortlaut
Stimmen Passagen wörtlich mit älteren Quellen überein, ohne dass die Quelle genannt wird? Belegt durch Textstelle, Fundstelle und Wortzahl.
Deckelt das Ergebnis, erhöht es nie
Sachaussagen
Waren die überprüfbaren Aussagen des Textes vorher schon publiziert? Geprüft gegen datierte Quellen, mit der belegenden Passage.
Geht in die Bewertung ein
Eigene Recherche
Hängen die Aussagen an benannten Primärquellen und eigenen Gesprächspartnern, die in keiner Vergleichsquelle vorkommen?
Geht in die Bewertung ein
Themendichte
Wie viele Redaktionen hatten dasselbe Thema im selben Zeitfenster? Wird als reine Zahl mit Quellenliste ausgegeben.
Geht bewusst NICHT in die Bewertung ein
Ein Ereignis, über das vierzig Häuser berichten, macht den einzelnen Beitrag nicht schlechter. Ein Gewicht darauf würde Standardberichterstattung bestrafen, die kein Haus vermeiden kann.
Wie geprüft wird
- 1
Suchphrasen werden berechnet, nicht ausgewählt
Aus dem Text werden die seltensten Wortfolgen bestimmt und über den Text verteilt — nach einer festen Regel, nicht nach dem Urteil eines Sprachmodells. Dieselbe Eingabe ergibt immer dieselben Suchanfragen, und alle gestellten Anfragen werden im Befund im Wortlaut mitgeliefert.
- 2
Websuche schlägt Kandidaten vor
Die Phrasen werden als exakte Suche gestellt. Was zurückkommt, ist eine Liste möglicher Vergleichsquellen — mehr nicht. Ein Suchtreffer ist an dieser Stelle noch kein Beleg.
- 3
Jede Quelle wird geholt und archiviert
Die Kandidaten werden abgerufen und mit Abrufzeitpunkt und einer Prüfsumme gespeichert. Damit bleibt der Befund nachvollziehbar, auch wenn die Quellseite später geändert wird.
- 4
Der Abgleich passiert bei uns, nicht in der Suchmaschine
Übereinstimmungen werden lokal zwischen Ihrem Text und dem archivierten Dokument berechnet. Nur was hier standhält, erscheint im Befund — mit Textstelle, Quelle und Länge der Übereinstimmung.
Der wichtigste Satz auf dieser Seite
Nichts gefunden zu haben ist kein Nachweis von Originalität. Quellen hinter Bezahlschranken, gedruckte Vorlagen, Rundfunkbeiträge ohne Textfassung und gerade erst erschienene Veröffentlichungen sind für eine Websuche unsichtbar.
Deshalb erhält ein Text, zu dem nichts abrufbar war, keine gute Bewertung, sondern gar keine — mit einem benannten Grund. Ein System, das Nicht-Finden als Bestnote liest, belohnt systematisch Themen mit schlechter Auffindbarkeit.
Jede Angabe trägt ihre Belegstufe
Belegt
Eine abrufbare Quelle und eine Passage, die Sie selbst nachlesen können.
Berechnet
Ein von uns berechnetes Maß mit benanntem Fehlerfall — nachvollziehbar, aber kein Dokument.
Maschinelles Urteil
Eine Einschätzung eines Sprachmodells, immer mit der ausgegebenen Begründung. Sie kann einen Wert nur innerhalb seiner Belegklasse verschieben, nie über deren Grenze hinaus.
Diese Rangfolge ist nicht nur eine Darstellungsregel, sondern in der Rechnung verankert: das gesamte Korrekturbudget aller weicheren Signale zusammen ist kleiner als ein einziger Klassenschritt. Ein maschinelles Urteil kann damit weder eine Bestnote begründen noch eine Abwertung tragen.
Warum es noch keine Kennzahl gibt
Die Rechenvorschrift steht fest und ist oben beschrieben. Was fehlt, ist die Verankerung: die Schwellen und Gewichte müssen an einem Vergleichskorpus deutschsprachiger Texte geeicht werden, dessen Herkunft bekannt ist. Bis das vorliegt, wären die Konstanten geraten — und eine geratene Zahl ist von einer gemessenen nicht zu unterscheiden, sobald sie einmal auf dem Bildschirm steht.
Ausgeliefert wird deshalb zunächst der Befundbericht: Fundstellen, geprüfte Aussagen, gestellte Suchanfragen, Belegstufen. Das ist der Teil, der heute schon belastbar ist.
Wie wir formulieren
Ein Befund ist eine Feststellung über einen Text, keine Anschuldigung gegen eine Person. Deshalb benennen wir, was gemessen wurde, statt es zu deuten:
| Statt einer Wertung | schreiben wir, was messbar ist |
|---|---|
| eine Wertung über die Arbeitsweise einer Redaktion | „Nachgewiesene wörtliche Übereinstimmung von 42 Wörtern mit einer älteren Quelle, ohne erkennbare Quellenangabe.“ |
| eine Aussage über die Herkunft aus KI-Systemen | dazu treffen wir keine Aussage — sie wäre nicht überprüfbar |
| „einzigartig“ oder „exklusiv“ | „In den durchsuchten Quellen nicht auffindbar. Durchsucht wurde: …“ |
KI-generierte Analyse: Bewertung und Begründung werden automatisiert erzeugt und sind nicht redaktionell einzelgeprüft.